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Neue Energieexperten für die Schweiz

Dienstag, 10. März 2009 / 15:04 Uhr
aktualisiert: 20:23 Uhr

Muttenz - Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) lanciert zusammen mit Energie Zukunft Schweiz ein neues Weiterbildungsangebot im Bereich der erneuerbaren Energien.

Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme.

Die Problematik der Klimaveränderung ist in aller Munde und die steigenden Energiepreise weisen auf eine Verknappung der Energie hin. Der Markt und die Politik verlangen vermehrt nachhaltige Energiesysteme und innovative Lösungen im Baubereich.

Diese Bewegung im Markt bedeutet für Energie- und Baufachleute aller Disziplinen eine Herausforderung. Vielfach fehlt es an Fachleuten und aktuellem Wissen über neue Technologien und Standards, schreibt der Verein Energie Zukunft Schweiz.

Energieparcours für Schulen

Der Verein Energie Zukunft Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt mit Programmen zur Wissensvermittlung diese Herausforderung anzugehen und so erneuerbare Energien zu fördern. Das erste Projekt die « Linie-e» ermöglicht Interessierten erneuerbare Energieanlagen hautnah zu besichtigen.

Die Stationen des Energie-Rundgangs, der mit Kraftwerken und innovativen Anlagen die nachhaltige und moderne Energieproduktion der Region vorstellt, wurden im ersten Jahr von über 10'000 Personen besucht. Die Erweiterung des Projekts war naheliegend. Die «Linie-e für Schulen» bietet den Energieparcours neu mittels didaktisch aufbereiteten Exkursions- und Lernmodulen für Schulklassen an.

Praxisorientierter Unterricht

Neu bietet die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zusammen mit Energie Zukunft Schweiz ein neues Weiterbildungsmodule im Bereich erneuerbare Energie und Effizienz am Bau an. Holzenergie, Wärmepumpen, solarthermische und photovoltaische Anlagen sowie Geothermie und Biogas stehen im Zentrum des Zertifikatslehrgangs Erneuerbare Energien. Neben Konzepten und Hinweisen zur Planung und Optimierung von Anlagen werden gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten und betriebliche Aspekte behandelt.

Das Weiterbildungsangebot legt besonderen Wert auf einen praxisorientierten Unterricht. Die Trägerunternehmen von Energie Zukunft Schweiz (EBL, IWB, GVM und AEK) gehören zu den innovativsten Energieversorgern und verfügen über eine langjährige Praxiserfahrung in der Produktion von erneuerbarer Energie. Fachleute aus diesen Unternehmen engagieren sich bei diesem Lehrgang als Dozenten und geben so ihre Erfahrung weiter. Anlagenbesichtigungen geben einen Einblick hinter die Fassaden, Fallsstudien ermöglichen eine vertiefte und realitätsnahe Auseinandersetzung mit den Technologien.

Master-Abschluss möglich

Das Weiterbildungsangebot umfasst die drei CAS-Module Erneuerbare Energien, Minergie – Energieeffizienz am Bau und Management Skills Bau und Energie. Ab Februar 09 wird auch ein CAS Energieeffizienz angeboten. Drei dieser Module können zu einem DAS-Diplom mit Abschluss „DAS Energieexperte“ kombiniert werden. Durch die Zusammenarbeit mit den vier anderen Fachhochschulen des deutschsprachigen Raums kann auch ein Master-Abschluss absolviert und der Titel „MAS in nachhaltigem Bauen“ erworben werden.

Angesprochen sind Fachleute aus Architektur- und Ingenieurbüros, von Behörden und Immobilienverwaltungen, die bereits über Berufspraxis und einen Hochschulabschluss verfügen. Eine gleichwertige Grundausbildung wird anerkannt. Der Unterricht verteilt sich, neben der Einstiegswoche, auf jeweils einen Tag pro Woche während drei bis vier Monaten. Kursort ist Muttenz, wie der Verein Energie Zukunft Schweiz weiter mitteilt.

(ht/pd)


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